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Pressemitteilung

In orange gemeinsam für Frauenrechte

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen erinnerte auch ein örtliches Bündnis an die Einhaltung von Frauenrechten. Neben der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung gab es Straßenaktionen in Sonneberg und Neuhaus am Rennweg.

Am 25. November wird alljährlich und weltweit der Internationale Gedenktag gegen Gewalt an Frauen begangen. „Leider bedarf es auch in unserer Zeit dieses Achtungszeichens, denn Gewalt an Frauen ist auch in Deutschland nach wie vor ein großes Problem, dass zu wenig öffentliche Beachtung findet“, erklärte Landrätin Christine Zitzmann zur Eröffnung des hiesigen „Orange Day“. Zu dem von den Vereinten Nationen weltweit angeregten Aktionstag hatte sie vor Ort gemeinsam mit der federführenden Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Sonneberg, Antje Rebhan, geladen. Im Sitzungssaal des Landratsamtes Sonneberg konnten sie zahlreiche gesellschaftliche Akteure begrüßen, die sich als örtliches „Bündnis gegen häusliche Gewalt“ insbesondere für Frauenrechte stark machen.

Der Einladung folgten Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden und Vereinen aus dem Sozial- und Jugendbereich sowie von sozialen Leistungserbringern und Unternehmen. Aber auch der Landtagsabgeordnete Henry Worm (CDU), Sonnebergs Bürgermeister Dr. Heiko Voigt, die Gleichstellungsbeauftrage der Spielzeugstadt, Martina Leipold, der Geschäftsführer des Jobcenters, Andreas Karl, und der Leiter der Polizeiinspektion Sonneberg, Andreas Barnikol, nahmen teil. Dankbar zeigte sich die gastgebende Landrätin, dass mit Angelika Teßmer und Ursula Bosecker zwei rührige Ehrenamtlerinnen vom hiesigen Weißen Ring den Termin wahrnahmen. Sie engagieren sich seit vielen Jahren für gewaltbedrohte Frauen im Landkreis Sonneberg und erhielten hierfür verdiente Worte des Dankes.

In ihren Eingangsworten verdeutlichte Landrätin Christine Zitzmann, wie wichtig das Thema ist. Laut eines erst kürzlich veröffentlichten Berichts des Bundeskriminalamts (BKA) werden allein in Deutschland mehr als 100.000 Frauen pro Jahr Opfer von Gewalt in der Partnerschaft. Konkret weist der Bericht 104.290 weibliche Opfer im Jahr 2015 aus. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Gewalt in Partnerschaften trifft zu 82 Prozent Frauen. Der BKA-Bericht zeigt weiterhin auf, dass der größte Teil der Gewalttaten gegen Frauen – nämlich rund 66.000 Fälle – in Partnerschaften unter der Rubrik „vorsätzliche einfache Körperverletzung“ stattfindet. Es folgen Bedrohungen, gefährliche Körperverletzungen und Stalking, sowie leider auch Mord und Totschlag in 331 Fällen. Konflikte entstehen laut dem BKA besonders bei Trennungen, denn die größte Tätergruppe sind ehemalige Partner.

„Jedes dieser weiblichen Opfer ist eines zu viel!“, unterstrich angesichts dieser Zahlen Landrätin Christine Zitzmann. „Was uns besonders aufhorchen lassen sollte, ist aber folgende Statistik aus dem aktuellen BKA-Bericht: Seit 2012 ist die Zahl der Gewaltfälle gegen Frauen um 5,5 Prozent gestiegen. Gewalt an Frauen muss also wieder mehr zum Thema werden. Wir alle dürfen nicht wegschauen, wenn in unserem Lebensumfeld derartige Fälle offensichtlich werden“, appelliert sie.

Nach diesen eindringlichen Worten unterschrieben die Akteure des Bündnisses gegen häusliche Gewalt eine Kooperationsvereinbarung, um das gemeinsame Handeln auf eine rechtliche Grundlage zu stellen. „Unser Bündnis wächst weiter. Gemeinsam bekennen wir uns zum Engagement für Frauenrechte“, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte Antje Rebhan.

Im Anschluss verteilten sich die Bündnis-Mitglieder, um bei Straßenaktionen in Sonneberg und Neuhaus am Rennweg die Menschen für ihr Anliegen zu gewinnen. In orangefarbenen und passend bedruckten Poloshirts, die dankenswerter Weise das Facharztzentrum Sonneberg zur Verfügung stellte, wurden in den Innenstädten Mandarinen und Informationsmaterial verteilt. Gemeinsam setzten sie am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen ein Achtungszeichen, um für das Thema zu sensibilisieren.

Der „Orange Day“ rührt übrigens von den Vereinten Nationen her. Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu beenden ist eines der großen Ziele ihrer Frauenorganisation „UN WOMEN“. An jedem 25. eines Monats macht sie mit dem „Orange Day“ auf die fortgesetzte Gewaltanwendung gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen. Die Menschen sind weltweit dazu aufgerufen, die Welt „orange zu färben“ und sich so für die Beendigung jeder Gewalt an Frauen und Mädchen einzusetzen. Jede Aktion setzt ein Zeichen gegen eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen der Welt.

Der aufrichtige Dank der Landrätin galt abschließend allen, die zum „Orange Day“ im Landkreis Sonneberg Flagge zeigten und sich auch über den Tag hinaus gegen Gewalt an Frauen und Mädchen einsetzen.





Vereint in orange zeigen die Kooperationspartner Flagge für Frauenrechte

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